Historie

 

vor dem krieg
Soweit wir wissen, gibt es in dem Haus, in dem sich heute das „Alcazar“ befindet, schon seit der Jahrhundertwende eine Kneipe .

Das Belg. Viertel war vor der Zerstörung Kölns im 2ten Weltkrieg bebaut mit wunderschönen Jugendstil-Häusern.

Eines davon stand an der Ecke Bismarkstr./Brüsselerstr.
Dieses Haus wurde durch Bomben bis auf die Grundmauern zerstört. Die damalige Hausbesitzerin, „die alte Frau Schmitz“, baute das Haus mit bescheidenen Mitteln bis zur 1ten Etage wieder auf.
Da ihre Söhne aus dem Krieg nicht wieder zurückkamen, betrieb sie die Gaststätte selbst bzw. unter Mithilfe ihrer Verwandtschaft.
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Ende der 60er Jahre entwickelte sich die Gaststätte zu einer der ersten studentischen Szenekneipen in Köln. Etwa zu Anfang der 70er Jahre wurde sie in „Alcazar“ umbenannt. Das Alcazar damals war auch Vorreiter einer etwas anderen Küche. Während es zu dieser Zeit in den meisten Kölner Eckkneipen fast nur „Bockwurst mit Kartoffelsalat“ gab, spezialisierten sich die damaligen Wirte auf „französische Küche“ oder was sie auch immer darunter verstanden. Das „Normannische Kotelett“ war Stadt bekannt.

Mitte der 90er starb leider die „alte Frau Schmitz“, das Haus wurde von den Erben verkauft und Kölns „Stararchitekt“ Prof. Dr. Schneider-Wesseling setzte auf das Alcazar den Kasten, der bis heute noch steht und über dessen Charme man sich ausgiebig streiten kann.
1986 – das Alcazar war stark heruntergekommen und schon einige Zeit geschlossen – übernahmen Clemens Böll, Conny Sigel, Rolf Sigel, Günter Zabel und Detlef Weisweiler den „Laden“. Ihr Ziel war nicht, das schnelle Geld zu verdienen, sondern eine Kneipe zu führen, in der sie sich selber wohlfühlten. Wenn sie ein Konzept hatten, war das: Kontinuität, freundliche Bedienung, guter Service und Qualität zu vernünftigen Preisen.
Im Lauf der Jahre stiegen Clemens und Conny aus, um gemeinsam das Tingel Tangel zu eröffnen, Rolf orientierte sich beruflich um. Albert „Mumpel“ Müller und Michael Zissner stiegen ein und legten den Grundstein für den guten Ruf der Alcazarküche. Michael entschied sich vor einigen Jahren das „Haus Eichendorff“ in Ehrenfeld, Eichendorffstr. zu betreiben. Übrigens ein sehr schöner Laden, mit sehr guter Küche. (Tipp von uns, wenn das Alcazar mal zu voll sein solle.) Die Lücke von Michael füllten dann Peter Heising und später noch Martina Hermann aus. Peter bekam die Möglichkeit, das „Heising und Adelmann“ zu machen und schlug zu. „Heising und Adelmann“ ist heute der Brummerladen in der Friesenstrasse. Martina, die schon jahrelang den Service im Alcazar schmiss, ist heute für den guten Service und vor allem für die Partystimmung verantwortlich.
Günter und Detlef (die Männer der ersten Stunde),  und Mumpel sind heute die Verantwortlichen des Alcazars.

Seit einigen Jahren schänkt das Alcazar BöllBier vom Fass aus. BöllBier wird auch noch in der Ubierschänke und im Gasthaus zur Linde ausgeschänkt.     zur Webseite von BöllBier
Im Oktober des Jahres 2016 wird das Alcazar seinen 30ten Geburtstag feiern.
Besucher unserer Website, die mehr als wir über das Alcazar wissen, bitten wir, uns dies mitzuteilen. Wir finden die Geschichte einer Kölner Kneipe veröffentlichungswert.